
Neuseeland bereist man nicht alle Tage. Für viele ist das Land ein «Once-in-a-Lifetime»-Traumziel und dementsprechend will eine Fotoreise gut geplant sein.
Die beste Reisezeit ist von März bis Mitte Mai und von Mitte Oktober bis Mitte Dezember. Eine optimale Route beginnt entweder in Auckland (Nordinsel) oder in Christchurch (Südinsel). Es handelt sich um eine «One Way»-Tour mit Mietwagen und Hotelübernachtungen oder Wohnmobil. Die Fähre zwischen Nord- und Südinsel kann über die Autovermietung gebucht werden. Eine Einwegreise hat den Vorteil, dass man die meisten fotogenen Orte der Inseln besuchen kann, ohne im Kreis zurückfahren zu müssen.
1991 lebten 3,49 Millionen Menschen in Neuseeland, 1960 waren es 2,6 Millionen und 2024 5,3 Millionen. 20 Einwohner pro Quadratkilometer. In der Schweiz sind es 228 Personen pro Quadratkilometer. Aus Schweizer Sicht gibt es in Neuseeland also noch viel Platz, aber ein unberührtes Naturparadies ist das Land schon lange nicht mehr.
Als ich 1991 zum ersten Mal das Land besuchte, wirkte es noch wie ein Märchenland, eine Version von Europa, die unsere Grosseltern als ihre Welt wiedererkannt hätten. Vor den bescheidenen Häusern standen Milchflaschen aus Glas und altertümliche britische Autos, die ein Mr. Bean gefahren hätte. Das Land wirkte wie aus einer anderen Welt, ein wenig bieder, rückständig, sicher, freundlich, weiss und trotz der Maori kulturell homogen. Ich dachte damals, dass das Land eigentlich alles hatte, was man sich wünschen konnte, und dass es im Grunde auch ohne den Rest der Welt existieren könnte. Es gab reiche Fischgründe, Ackerland, genug Platz für Schaf- und Rinderzucht, viel Wasserkraft und eben viel Natur, frische Luft, sauberes Wasser und Thermalquellen dazu. Heute sind auch in Neuseeland die Umweltprobleme gross, die Wohnungsnot und die steigende Kriminalität im Land.
Lesen Sie die ganze Farbreportage in ethos 02/2026